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Die 1976 von renommierten AutorInnen, KünstlerInnen und Verlegern unter finanzieller Beteiligung jedes Einzelnen gegründete autorenbuchhandlung berlin, darunter Heinrich Böll, Günter Grass, Ingeborg Drewitz, Klaus Wagenbach u.v.a. wurde im September 2008 von Joachim Fürst und Marc Iven übernommen. Die Fürst & Iven GmbH betreibt seit Anfang der 90er Jahre zunächst die Buchhandlung in der Akademie der Künste im Berliner Hansaviertel und seit 2005 auch die im von Günter Behnisch und Werner Durth errichteten Neubau der Akademie am Pariser Platz 4. Die Verbindung der Akademie-Buchhandlungen mit der alteingesessenen Charlottenburger Institution gründete schon in der Beteiligung zahlreicher Akademiemitglieder auch in der autorenbuchhandlung berlin GmbH. Die Form der monetären Beteiligung von Autoren an einer Buchhandlung war in den 70er Jahren ein Versuch des Widerstands gegen die allgemeine Verflachung des Buchhandels und für die Stärkung des Besonderen und Essentiellen. Die Struktur der durch eine Einlage erworbenen Mitgliedschaft wurde nun aber zugunsten einer altersbedingten Nachfolgeregelung aufgegeben.

Das Profil der Buchhandlung, die auf ca. 90 qm mehr als 28000 Titel aus der Belletristik und Lyrik, den Geisteswissenschaften und der Kultur, sowie ausgewählte Biographien und Kinderbuch anbietet, ist gleichgeblieben, die Optik hat sich verändert. Die Buchhandlung konzentriert sich nun nach dem Umzug von der schönen, aber ruhig gewordenen Carmerstraße an den quirligen Savignyplatz wieder auf das Sichtbarwerden im Berliner Kulturleben und tut das mit einem ausgewählt tiefen Sortiment, mit besonderen Lesungen und Autorengesprächen im eigenen Literaturcafé.

In den 70er und 80er Jahren lasen von Hubert Fichte über Allen Ginsberg bis Susan Sontag die damaligen Top-Autoren in der autorenbuchhandlung, in den 90er Jahren rückte der Fokus mehr in den Ostteil der Stadt, das Pendel hat sich nun wieder in der Mitte ausgerichtet, Zeit also wieder an die große Tradition der autorenbuchhandlung als Ort für Zufälle anzuschließen.